

Das historische Bremerhaven
Die Anzahl und die Ausstrahlung der Sehenswürdigkeiten in der Seestadt Bremerhaven ist beeindruckend. Die Mitte des 19. Jahrhunderts nach einigen vergeblichen Anläufen errichtete Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche wird als eines der Wahrzeichen der Stadt angesehen. Der Große Leuchtturm im Neuen Hafen von Bremerhaven wurde 1854 eingeweiht und wird nach seinem Architekten gern als Simon-Loschen-Turm bezeichnet. Er wird noch heute genutzt und ist damit an der Nordseeküste der älteste Festlandleuchtturm in Betrieb. Mit seinen knapp 40m Höhe ist er ebenfalls ein Wahrzeichen. Die historische Kaiserschleuse wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Betrieb genommen und brach mit ihrer Größe in der damaligen Zeit alle Rekorde. Bis heute wird die Schleuse immer wieder erweitert, um die Verbindung zwischen den Schiffswerften, den Becken des Überseehafens und der tidenabhängigen Wesermündung gewährleisten zu können. Die Kosten der jüngsten Erweiterung, die 2010 abgeschlossen sein werden, betragen mehr als das Zehnfache der ursprünglichen Baukosten im Jahr 1897. Im Umland der Stadt Bremerhaven lassen sich zahlreiche beeindruckende kulturhistorische Denkmäler besichtigen. Hügelgräber aus der Eisenzeit sind bei Midlum, Sievern, Langen und Drangstedt angesiedelt. Auch die im 19. Jahrhundert angelegte Festungsinsel Langlütjen ist eine Überfahr mit der Fähre wert. Ein besonderes Kleinoder ist der aus dem Jahr 1885 stammende Offshore-Leuchtturm Roter Sand, der als das weltweit erste technische Bauwerk gilt, das auf dem Meeresgrund errichtet wurde.
